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Chancen in Deutschland gerechter verteilen

SkF/SKM Paderborn. „Arm zu sein bedeutet weitaus mehr als nur wenig Geld zu haben. Arm zu sein heißt, häufiger zu erkranken, schlechtere Bildungschancen zu haben und von vielen Möglichkeiten des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen zu sein“, betont Caritas-Präsident Peter Neher anlässlich des Internationalen Tages gegen Armut und Ausgrenzung am 17. Oktober.

Mit einem bundesweiten Aktionstag haben der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF) und der SKM-Bundesverband e.V., zwei Fachverbände des Deutschen Caritasverbandes, auf das große Ausmaß von Armut hingewiesen und dazu aufgerufen, Armut entschiedener zu bekämpfen.

„SkF und SKM können und wollen Armut im ‚reichen‘ Deutschland nicht akzeptieren. Deshalb stellen sie Forderungen an Politik und Gesellschaft für eine gerechtere Verteilung von Chancen und Risiken in unserer Gesellschaft“, so Dr. Anke Klaus und Ludger Urbic, die Vorsitzenden der beiden Fachverbände. Dazu gehört der Kampf gegen materielle Not und Überschuldung, ein gleichberechtigter Zugang zu Bildung, eine kostenfreie Gesundheitsfürsorge sowie ausreichender und bezahlbarer Wohnraum für alle. Um Armut zu überwinden ist es aus Sicht der Fachverbände notwendig, für alle Menschen echte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und Chancen auf Erwerbstätigkeit zu schaffen.

Über 260 Ortsvereine von SkF und SKM setzen sich bundesweit gegen Ausgrenzung und die Bekämpfung von Armut ein. Am 17. Oktober wurde an unterschiedlichen Orten in Deutschland durch öffentliche Veranstaltungen und Aktionen auf das Thema Armut aufmerksam gemacht. Häufig sind Betroffene an den Aktionen beteiligt.

Armutsbekämpfung und -verhinderung haben eine lange Tradition im Deutschen Caritasverband mit SkF und SKM. Viele Beratungsangebote und Initiativen in SkF und SKM Ortsvereinen unterstützen Risikofamilien und nutzen deren vorhandene Ressourcen, um Armut zu verhindern. Die Hilfe richtet sich an Frauen, Männer und Familien unabhängig von Nationalität, Weltanschauung und Konfession.

© 2018 Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände im Erzbistum Paderborn

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