Das Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn ist ein Schlüsseldokument für den Entwicklungsweg der Kirche im Erzbistum. Im Vorwort zum Zukunftsbild schreibt Erzbischof Hans-Josef Becker im September 2014: „Was im Zukunftsbild als Text vorliegt und durch die verschiedenen Anlagen angereichert wird, soll zum Leben kommen und das Leben unserer Ortskirche prägen, Schritt für Schritt, aber konsequent. Diese Aufgabe liegt nun vor uns allen.“

These 3
Zeichen sein für die Liebe Gottes zu allen Menschen

Die Kirche von Paderborn vertraut der Zusage der Liebe Gottes zu allen Menschen. Sie will diese Gewissheit einladend vorleben. Daher ist sie solidarisch mit der Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der heutigen Menschen. Das tägliche Leben und Miteinander im Erzbistum soll dies erkennen lassen und immer wieder unter diesem Anspruch überprüft werden.

Zeichen sein für die Liebe Gottes zu allen Menschen

Verbände gestalten den Wandel von Kirche und Gesellschaft mit. Wir begleiten Menschen auf der Suche nach einem gelingenden Leben.

Die Gemeinschaft der Malteser geht zurück auf ein vom seligen Gerhard gegründetes Hospiz in Jerusalem. Dessen Bruderschaft schlossen sich 1099 die ersten Ritter aus dem Abendland an. 1113 wurde der Orden vom Papst bestätigt. Durch die Jahrhunderte verlagerte sich der Hauptsitz über Rhodos nach Malta – daher der Name „Malteser“ – und schließlich nach Rom. Ab 1310 wurde  ein Hospital- und Sanitätswesen aufgebaut, das die weltweite Bekanntheit des Malteserordens begründete. Sein Leitsatz lautet: „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen"“.

Bei den Maltesern stehen der Mensch und die Liebe Gottes zu ihm im Mittelpunkt.

In ihr sehen wir die unbeendbare Würde eines jeden Menschen begründet. Sie ist es, die uns zur Nächstenliebe mahnt und fähig macht. Diese Liebe hat Gestalt angenommen in Jesus Christus.

In der ersten Regel der Hospitalbrüderschaft des Hl. Johannes zu Jerusalem wird der Leitsatz
Tuitio fidei et obsequium pauperum – Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen
formuliert, der bis heute für den Malteserorden und alle Gemeinschaften, die sich davon ableiten, Gültigkeit hat.

Als Malteser stehen wir somit in einer großen über 900jährigen Tradition, aus der wir immer wieder wesentliche Impulse für unser Handeln heute empfangen können und sollen.
Im Laufe der Geschichte hat sich der Leitsatz nicht verändert. Er wurde unterschiedlich „in die Zeit“ übersetzt. Heute leben wir nicht mehr in der Kreuzfahrerzeit, wohl aber in einer Zeit, in der Kriege, Katastrophen und Schicksalsschläge vielfältiges Leid, Krankheit, Obdachlosigkeit, und Flüchtlingselend hervorrufen, die keinen Menschen und erst Recht keinen Malteser unberührt lassen dürfen.
Dass die Kirche eine Bewegung als Orden anerkennt, bedeutet nie bloß die Zustimmung zu einem menschlichen Verein. Vielmehr drückt sich darin der Glaube daran aus, dass über menschliche Bemühungen hinaus, Gott hier eine Sendung schenkt, die ihre spezifische Gestalt von Ihm hat und auf die er die Zusage der Kraft des Heiligen Geistes für den Weg in dieser Sendung legt.

In ihnen erkennen die Malteser Jesus Christus, den Herrn. Dadurch bezeugen sie in besonderer Weise den christlichen Glauben mit dem Einsatz ihrer ganzen Person. Die Malteser wollen durch ihren Dienst helfen und heilen; so machen sie Gottes Zuwendung zu den Menschen erfahrbar.

Malteser in der Erzdiözese Paderborn

Die Gemeinschaft der Malteser geht zurück auf ein vom seligen Gerhard gegründetes Hospiz in Jerusalem. Der Malteser Hilfsdienst wurde als eingetragener Verein 1953 vom Malteserorden und dem Caritasverband gegründet und ist aktiv in Erste Hilfe-Ausbildung, Sanitäts- und Rettungsdienst, Notfallvorsorge und Katastrophenschutz, Besuchs- und Begleitungsdienst, Hospizarbeit und Jugendarbeit.

Diözesangeschäftsstelle | Kamp 22 | 33098 Paderborn | Telefon: 05251 1355-0

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