Das Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn ist ein Schlüsseldokument für den Entwicklungsweg der Kirche im Erzbistum. Im Vorwort zum Zukunftsbild schreibt Erzbischof Hans-Josef Becker im September 2014: „Was im Zukunftsbild als Text vorliegt und durch die verschiedenen Anlagen angereichert wird, soll zum Leben kommen und das Leben unserer Ortskirche prägen, Schritt für Schritt, aber konsequent. Diese Aufgabe liegt nun vor uns allen.“

These 1
Gottes Ruf wahrnehmen

Die Kirche von Paderborn setzt sich nach Kräften dafür ein, dass sich möglichst viele Menschen von Gottes Einladung zur Gemeinschaft mit ihm angesprochen und ermutigt fühlen. Sie will dabei helfen, Gottes Ruf in den Höhen und Tiefen des alltäglichen Lebens zu deuten und zu erkennen.

Gottes Ruf wahrnehmen

Verbände haben Ohren für Gottes Botschaft und die Alltäglichkeiten der Menschen.

Ende des 19. Jahrhunderts vernahm Agnes Neuhaus, eine Frau aus gut bürgerlicher Familie in Dortmund, den „Ruf Gottes“. So bezeichnet sie selbst ihren Auftrag und ihre Motivation, sich für Frauen in Not einzusetzen. Sie traf auf Schicksale und Lebenssituationen, mit denen Frauen aus „ihrem“ Milieu eigentlich nichts zu tun hatten. Doch das schreckte sie nicht. Im Gegenteil. Sie kümmerte sich und half Frauen am Rande der Gesellschaft. Agnes Neuhaus ahnte wahrscheinlich auch nicht, welch große bundesweite Bewegung sie anstieß, als sie 1899 in Dortmund den ersten Verein gründete.

Der Ursprung von SkF und SKM.

Die Idee griff um sich und heute sind bundesweit Frauen unterwegs, die den „Ruf Gottes“ wahrgenommen haben - und nicht nur das. Sie machen etwas daraus. Aus christlicher Motivation setzen sie sich für andere ein, für Frauen und Familien, für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Ganz praktisch an der Basis oder als Vorstandsfrauen, die die Arbeit von Hauptberuflichen in den Ortsvereinen managen und ermöglichen.

Heute sind es mehr als 9000 Ehrenamtliche und über 6500 Hauptberufliche, die sich im Sinne von Agnes Neuhaus in 146 Ortsvereinen mit über 10000 Mitgliedern engagieren. Nur einige Jahre nach den Ursprüngen des heutigen SkF wurden – inspiriert durch Agnes Neuhaus - ab 1912 Männervereine gegründet, um die „Betreuung gefährdeter und verwahrloster Jünglinge und Knaben“ sicher zu stellen. Beim SKM sind heute in 125 Ortsvereinen 1700 hauptberufliche MitarbeiterInnen und 6500 Ehrenamtliche aktiv.

Sozialdienst katholischer Frauen / Sozialdienst Katholischer Männer

Im Erzbistum Paderborn existieren heute 23 Ortsvereine des SkF und 9 des SKM. Die Diözesanvorstände des SkF und SKM tagen gemeinsam. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit ist wegweisend für die 32 Ortsvereine im Erzbistum Paderborn.

Diözesangeschäftsstelle | Am Stadelhof 15 | 33098 Paderborn | Telefon: 05251 209275

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